Meilensteine für Hochbrücke Horb erreicht: Genehmigung Kostenfortschreibung und Start der Ausschreibung

Ansicht zukünftige Hochbrücke

Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und das Regierungspräsidium Karlsruhe freuen sich, mitteilen zu können, dass der Bund die Kostenfortschreibung für den Bau der Hochbrücke Horb genehmigt hat. Damit kann nun das Ausschreibungsverfahren für den Bau der Hochbrücke starten. Mit dem Bau der Brücke kann voraussichtlich Anfang 2023 begonnen werden.

Kostenfortschreibung

Die veranschlagten Kosten in Höhe von 65 Millionen Euro haben sich um 37,5 Millionen Euro auf 102,5 Millionen Euro erhöht. Am 22. November 2021 wurde die Kostenfortschreibung zum Bau der Hochbrücke Horb vom Bund abschließend freigeben, nachdem diese zuvor vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg genehmigt worden war. „Wir sind dankbar für die Unterstützung des Bundes im Rahmen der Kostenfortschreibung. Vor dem Hintergrund des Regierungswechsels auf Bundesebene war es wichtig, die zusätzlichen Kosten bereits jetzt sicher in den Bundeshaushalt zu bekommen. Ich freue mich, dass nun auch die Neckartalbrücke, das zentrale Bauwerk der Umfahrung, ausgeschrieben und gebaut werden kann“, so Verkehrsminister Hermann MdL.

Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder ergänzt: „Wir sind sehr froh, dass wir den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Horb damit eine zeitliche Perspektive für die dringend notwendige verkehrliche Entlastung ihrer Stadt geben können“.

Kostensteigerungen
Die wesentlichen Gründe für die Kostensteigerungen ergeben sich aus dem geänderten Bauverfahren sowie durch die bei der Planung der Brücke noch nicht abschließend bekannten geologischen Verhältnisse vor Ort. Weitere Kosten entstehen außerdem durch die Abänderung der zunächst geplanten Lärmschutzwände in Stützwände mit aufgesetzten Lärmschutzelementen sowie durch die allgemeinen Kostensteigerungen im Straßen- und Brückenbau.

Ausschreibungsverfahren zum Bau der Brücke startet

Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat nun die Ausschreibungsunterlagen zusammengestellt. Die europaweite Ausschreibung wurde am 9. Dezember 2021 veröffentlicht. Das Vergabeverfahren sieht vor, dass interessierte Firmen ihre Angebote ausarbeiten und einreichen. Danach erfolgt eine Prüfung und Wertung der eingegangenen Angebote und die Erstellung eines Vergabevorschlages, dem dann wiederum das zuständige Bundes- und Landesministerium zustimmen müssen. Nach der Auftragserteilung kann der Auftragnehmer mit der Bauvorbereitung, insbesondere mit der Erstellung der Ausführungsplanung für die Hochbrücke, beginnen.

Zeitrahmen

Im Rahmen der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen wurden die für die verschiedenen Arbeitsschritte benötigen Zeiten nochmals einer Überprüfung unterzogen. Aufgrund der Komplexität des Brückenbauwerks wurden die Zeiträume für die vom künftigen Auftragnehmer zu erbringende Ausführungsplanung und auch für die Gesamtbauzeit gegenüber den bisherigen Ansätzen verlängert. Mit dem Baubeginn für die Hochbrücke wird nun Anfang des Jahres 2023 gerechnet. Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist nach derzeitigem Stand im Sommer 2026 vorgesehen.

 

Ausschreibungen weiterer Baulose zu einem späteren Zeitpunkt

Nach der Veröffentlichung der europaweiten Ausschreibung für die Brücke wird die Baustellenzuwegung auf der Seite Nordstetten ausgeschrieben werden. Der Bau ist für den Zeitraum von Frühjahr bis Ende des Jahres 2022 vorgesehen. Als letztes Teillos fehlt dann noch die Baustellenzuwegung und der Straßenbau auf der Seite Rauschbart. Dieses Los soll nach derzeitiger Planung von Ende 2022 bis Ende 2024 zur Ausführung kommen.